Roséwein wird aus den roten oder den blauen Trauben gewonnen. Es entsteht ein Wein von blassroter Farbe. Diese Sorte wird seitdem es Wein gibt, hergestellt. Das Prinzip ist denkbar einfach. Der Rosé Wein einspringt einer Mischung aus Rot- und Weißweinherstellung. Im Grunde ist es ganz simpel: Trauben für den Rotwein werden so gekeltert als ob es sich um Weißwein handelt. Die Weintrauben werden zu Maische gepresst und diese muss einige Zeit ruhen. Dann presst man die Maische aus und sammelt den Most. Hier kennen sich die Winzer ganzgenau aus und wissen, wie lange sie die Maische stehen lassen müssen, damit ein vollaromatischer Rosé Wein entsteht. Zu lange darf die Maische nicht stehen, denn dann wird der Wein nicht rosa. Je länger und intensiver der Most in der Maische liegt, desto dunkler wird der Rosé. Kirschrot ist dabei aber die dunkelste Farbe, die als Rosé bezeichnet wird.
Die Bezeichnung ist je nach Land und Region unterschiedlich. Auch die Herstellungsart weist leichte Unterschiede auf. In Österreich bezeichnet man diesen Wein als “Gleichgepresster”. Die Steiermark hat den “Schilcher” zu bieten. Dieser Wein ist ein Rosé, der mit der Rebsorte ‘Blauer Wildbacher’ gekeltert wird. In der Schweiz nennt man den Rosé “Süßdruck”. Auch aus Burgunder lässt sich ein hervorragender Wein herstellen.
In Deutschland gibt es den berühmten Rosé Weißherbst. Das besondere an einem Glas Weißherbst ist, dass alle Trauben, die dafür verwendet wurden, von der gleichen Rebsorte sind und dass diese Reben in etwa derselben Lage wachsen. Bei allen anderen Rosé Weinen darf ein anderer Rebsorten Anteil von 15 oder 25 Prozent vorhanden sein, ohne dass dies auf dem Etikett gekennzeichnet werden muss.
Im Sommer 2009 gelang es den Winzern durch Proteste die EU zu stoppen, die ein neues Gesetz in die Wege leiten wollte. Dieses Gesetz sollte die Herstellung von Rosé durch eine “stümperhafte” Mischung aus Rot- und Weißwein erlauben. Dies hätte sich für einige billige Rosés gelohnt.